| Homophobe Zensur für Schulcomputer |
|
|
| Donnerstag, den 16. November 2006 um 13:07 Uhr | |||
|
Auf Schulcomputern im Kanton Bern blockiert die Swisscom den Zugang zu les-bi-schwulen Webseiten. Die Union der Schülerorganisationen CH/FL USO verurteilt diese Diskriminierung und fordert sofortige Massnahmen. Die Swisscom versucht bei ihrem Projekt "Schulen ans Internet" mit Hilfe eines Content-Managing-System Schülerinnen und Schüler vor Gewalt verherrlichenden oder pornografischen Inhalten zu schützen. Jeder Kanton kann diejenigen Filter wählen, anhand derer er den Internetzugang in seinen Schulen beschränken will. Die Swisscom führt auch eine Kategorie, welche ausdrücklich "Gay, lesbian and bisexual content", also schwule, lesbische und bisexuelle Inhalte, filtert. Wie ein Test an Volksschulen im Kanton Bern ergeben hat, werden durch diese Filterregeln auch die Webseiten der schweizerischen Dachorganisationen der Lesben und Schwulen gesperrt, nämlich www.pinkcross.ch und www.los.ch gesperrt. Angesichts der überhöhten Suizidrate lesbischwuler Jugendlicher unterstreicht USO dass es wichtig, dass Informations- und Beratungsangebote zu Homosexualität auch ab Schulcomputern aufgerufen werden können. In den Augen der Swisscom liegt die Verantwortung bei den Kantonen. Kanton und Swisscom können nichts Diskriminierendes erkennen. Der Kanton Bern zeigte sich gegenüber der USO immerhin bereit "über einzelne Seiten zu diskutieren". Die USO fordert im Einklang mit der aktuelle Kampagne des Europarates "all different - all equal" von den Erziehungsdirektionen und der Swisscom, dass diese Diskriminierung endlich ein Ende nimmt. David Troxler, Vorstand USO PINK CROSS - fights for your rights. Join us!
|