| Nigeria: Kontakt zu Schwulen bald strafbar |
|
|
| Samstag, den 30. Dezember 2006 um 22:24 Uhr | |||
|
Andere Länder, andere Sitten. Nigeria will mit neuem Gesetz verbieten, dass man jeglichen Kontakt zu Homosexuellen hat. Ein weiterer Schritt zur totalen Isolation von Gays. Während in Südafrika das erste Gaypaar sogar kirchlich getraut wurde, klingt es aus einer andere Ecke Afrikas ganz anders: Die nigerianische Regierung prüft ein Gesetz einzuführen, dass den Umgang mit Gays verbietet. Des weiteren soll dem Entwurf zufolge verboten werden, Filme anzusehen oder Internetseiten zu besuchen, die "Homosexualität fördern". Nicht genug damit, dass gleichgeschlechtlicher Geschlechtsverkehr in Nigeria illegal ist, mit Haft und im nördlichen Nigeria nach islamischem Recht sogar mit dem Tode bestraft werden. Durch das neue Gesetz würde jedes Treffen zwischen zwei Personen, von denen mindestens einer offen homosexuell ist, zu einem Verbrechen. Folge: bis zu fünf Jahre Haft, könnte die Bilanz der verschärften Erneuerung bedeuten. Menschenrechtsvertreter kritisieren die menschenverachtende Politik des Landes. Schwulen und Lesben des Landes sind jedoch total eingeschüchtert und leben verborgen. Aus diesem Grund ist von ihnen kein Widerstand zu erwarten. Experten betrachten diesen neuen Vorstoss der nigerianischen Regierung als Reaktion auf die Einführung der Homo-Ehe in Südafrika. Auch in Simbabwe brandete seitdem eine neue Welle staatlich geförderte Homophobie auf.
|